Emission → Klima → Wetter

Der Atlas zeigt, wer wo wie viel ausstößt. Diese Seite ordnet ein, was diese Emissionen mit dem Klima machen, und räumt das verbreitete Missverständnis auf, „Klima“ sei dasselbe wie „Wetter“.

Die Kausalkette

Treibhausgase wie CO₂ und Methan reichern sich in der Atmosphäre an und halten mehr Wärme zurück. Das verschiebt das Klima, die statistische Verteilung von Temperatur, Niederschlag und Extremen über Jahrzehnte. Das Wetter eines einzelnen Tages bleibt variabel; aber die Verteilung, aus der es gezogen wird, verschiebt sich.

Klima ≠ Wetter

Ein kalter Tag widerlegt die Erwärmung nicht, ein einzelner Sturm beweist sie nicht. Wetter ist, was gerade draußen passiert; Klima ist das langfristige Muster dahinter. Über die Erwärmung entscheidet der Trend über Jahrzehnte, nicht die Schlagzeile von gestern.

Die gezinkten Würfel

Emissionen verursachen kein bestimmtes Wetterereignis. Sie verändern die Wahrscheinlichkeiten. Als würde man Würfel zinken: Jeder einzelne Wurf bleibt Zufall, aber seltene Extreme wie Hitzewellen, Starkregen und Dürren werden häufiger und heftiger. Deshalb lässt sich nie sagen „diese Quelle = jenes Unwetter“, wohl aber, dass mehr Emissionen die Würfel stärker zinken.

Was der Atlas dazu zeigt

Der Emittenten-Atlas macht den kumulativen Beitrag sichtbar: einzelne Anlagen, ihre jährliche Menge, ihr Trend. Keine dieser Quellen ist für ein konkretes Wetterereignis verantwortlich, zusammengenommen und über die Zeit verschieben sie aber das Klima und damit die Wahrscheinlichkeiten.

Weitere Einordnungen, etwa der Luftqualitäts-Co-Benefit und „Was können wir tun“, folgen.